Bericht: Die Wilhelma im Winter

Dass die Wilhelma im Sommer einer der schönsten Plätze in Stuttgart ist, ist ja kein Geheimnis. Aber wie sieht es im Winter aus? Ich verraten es euch.

Für alle, die neu in Stuttgart sind will ich als erstes sagen, dass die Wilhelma der Zoologisch- Botanische Garten in Stuttgart ist. Sie liegt direkt an der B10 und ist somit wunderbar per Auto zu erreichen. Zur Wilhelma gehört auch ein Parkhaus, was an schönen Sommertagen aber recht schnell voll ist. Jetzt, in der kalten Jahreszeit, ist es aber gar kein Problem einen kostenpflichtigen Parkplatz zu bekommen.
Wer sich dafür entscheidet, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, kann sich die Parkplatzsuche komplett ersparen, da die Wilhelma in nur wenigen Minuten vom Cannstatter Bahnhof zu Fuß zu erreichen ist. Wer sich ganz und gar nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, kann aber auch die Ubahn nehmen, die praktisch direkt vor der Eingang hält.

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Der Eintritt ist mit 16€ für einen Erwachsenen und 8€ für Kinder zwischen 8 und 17 Jahren moderat, vor allem, wenn man bedenkt dass man hier gut den ganzen Tag verbringen kann. Übrigens lohnt sich hier die Jahreskarte sehr schnell, die mit nur 55€ für regelmäßige Besucher besonders günstig ist. Die Öffnungszeiten und die komplette Preisliste findet ihr auf der Webseite der Wilhelma.

An das leibliche Wohl ist natürlich auch gedacht wurden und so finden sich in der Wilhelma überall kleine Imbisse und Restaurants. Zur Zeit ist nur ein Teil davon eröffnet, da im Winter natürlich viel weniger Gäste erwartet werden als im Sommer. Empfehlen können wir die aber nicht, da das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht wirklich gut ist. Packt euch lieber ein bisschen was zu Essen ein um gut über den Tag zu kommen.

Verglichen mit anderen Zoo´s, ist die Wilhelma ganz klar auf Botanik spezialisiert. Die Pflanzenhäuser, die bei den Außentemperaturen besonders einladend sind, sind einfach großartig gestaltet. So werden hier mehr als 7.000 verschiedene Pflanzensorten und Pflanzenarten gehegt und gepflegt. Aber nicht nur der Artenreichtum ist beeindrucken, auch die Präsentation kann sich sehen lassen. Dies liegt insbesondere daran, das die Wilhelma eine lange Geschichte vom Privatgarten des Königs zum historischen Erbe des Landes vollzogen hat.
Daher sind die Gebäude nicht auf alt gemacht, sondern sie sind es wirklich.

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In der kalten Jahreszeit, ist der Außenbereich natürlich verhältnismäßig Trist. Das bedeutet allerdings nicht, das sich der Besuch jetzt nicht lohnt. Neben dem Pflanzenhäusern laden auch ein Insektarium mit eigenem Schmetterlingshaus, ein 2013 eröffnetes Affenhaus und unser Favorit das Amazonienhaus zum besuch ein.

Gerade das tropisch klimatisierte Amazonienhaus, welches mit seiner Kombination aus Pflanzen & Tieren die Illusion erzeugt, sich im Regenwald Südamerikas zu befinden, hat es uns angetan.

Für Kinder ist die Wilhelma ein Paradies. Zwar werden erst ab Anfang April wieder Vorträge zu verschieden Themen für Kinder angeboten, allerdings scheint das Aquarium mit seinem anschließenden Reptilien-Bereich sehr beliebt bei den Kids zu sein. Wir als Hobby-Aquaristen waren nicht so begeistert vom Aquarium selber. Viele Aquarienscheiben waren in einem derart schlechten Zustand, das wir schockiert waren. Auch schienen uns einige Aquarien deutlich überbesetzt zu sein.

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Insgesamt stellt sich für uns die Frage gar nicht mehr, ob sich die Wilhelma im Winter lohnt. Sicher bietet sie im Sommer einen deutlich schöneren Außenbereich und deutlich mehr „Große“ Arten, aber so werden halt die „Kleinen“ Tiere und die Pflanzen zum Star des Tages.

  • Positiv:
    -Jahreskarte sehr günstig
    -nahezu einzigartige Pflanzenvielfalt
    -tagesfüllendes Angebot
    -Für Kinder wunderbar geeignet
    -Alte Architektur
  • Negativ:
    -trister Aussenbereich
    -viele Menschen in den klimatisierten Bereichen
    -schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis der Gastronomie

Viel Spaß im Zoo

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