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Persönlich: Mein schönstes Stück Deutschland

Hab Ihr schon mal in das Bahn Magazin geschaut wenn Ihr mit dem ICE durch Deutschland fahrt? Ich mach das gelegentlich und freue mich dann immer auf die Seite auf der Menschen Ihr schönstes Stück Deutschland vorstellen. Das möchte ich jetzt auch machen und meinen liebsten Ort vorstellen!

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Der Blick vom Zellerhorn nutzt sich für mich nicht ab

Das Zeller Horn bei Tailfingen ist eine natürliche Aussichtsposition mit fast 180 Grad Aussicht in dessen Zentrum die Burg Hohenzollern thront. Umgeben von Wald liegt der Aussichtspunkt an einem leichten Hügel, so das man zumindest im Sommer eine der unzähligen Vordergründe und Perspektiven aussuchen kann. Aber nicht nur die Burg hat was fürs Auge zu bieten. Die Aussicht mit Ihrem perfekten Licht zum Sonnenuntergang kann man auch für Portraits nutzen oder sie einfach genießen. Im Winter sieht die Sache hier ganz ganz anders aus. Das Zeller Horn gehört zu den kältesten und windigsten Orten die ich so kenne.

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Im Winter immer schön an gute Kleidung denken!

Die kälte ist natürlich kein Grund nicht zu kommen. Einfach gut anziehen und den Weg durch den Wald genießen. Der ist übrigens gar nicht so lang. Wir parken immer in der Nähe des „Zollernsteighofes“. Von hier aus müsst Ihr gut 20 Minuten lang dem (vom Parkplatz aus gesehen) rechten Weg gehen und den kleinen Schildern folgen. Ich schaffe es hier regelmäßig falsch ab zu biegen, kommt also lieber eine halbe Stunde früher um das Licht nicht zu verpassen.

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Auch im Winter mein Platz an der Sonne

Gestern hatte ich übrigens besonderes Glück. In Karlsruhe und Freiberg war ein starkes Unwetter vorausgesagt. Wir konnten hinter der Burg die Entstehung beobachten und sind am Ende noch etwas länger geblieben als geplant. Meine erste Unwetter-Zelle die ich so intensiv beobachten konnte. Leider lag der Wetterbericht falsch und es wurde keine Super-Zelle. Dennoch möchte ich euch das Ergebnis zeigen.

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Ein seltenes Schauspiel
Sicher nicht das perfekte Bild. Da ich keinerlei Erfahrung damit hatte musste ich mich langsam an das Setup herantesten. Eine Auslöser hatte ich auch nicht dabei, so dass ich „auf gut Glück“ rein gehalten habe. Am Ende landete ich bei einer halben Sekunde Verschlusszeit, ISO 1600 und Offenblende. Der Vordergrund ist zwar so unrettbar verloren, aber die Struktur der Wolke kommt hervorragen zur Geltung. Dennoch ein Respektables Ergebnis für eine fast 8 Jahre alte Kamera!

Nehmt euch eine Decke mit, eine Flasche Rotwein oder worauf Ihr sonst so steht und kommt an einem lauen Sommerabend her. Lasst ruhig beim ersten mal die Kamera daheim und fangt den Ort mit den Sinnen ein. Ihr werdet es nicht bereuen!

 

Scharf, schärfer, am schärfsten!

Hey Ihr,

ich schaue mir regelmäßig Artikel und Videos zum Thema Fotografie und Nachbearbeitung an. Vor gut einem Jahr fand ich eine echte Perle auf einem kleinen Kanal und das will ich euch nicht vorenthalten. Es ist eine Schärfetechnik, die wirklich keine Halo´s  produziert. Unter Halo versteht der Fotograf diese weißen Ränder, die entstehen, wenn man es bei der Bearbeitung überteibt oder einfach den falschen Weg nimmt. Du glaubst nicht das das Möglich ist? Schnapp dir eine Datei und mach mit, das Ergebnis haut dich um!

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Dort wo Helligkeiten sich stark unterscheidet sieht man das Halo recht deutlich
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Unschöne Halos im Detail

Seit einem Jahr nutze ich nur noch diese Technik und kann sie uneingeschränkt empfehlen, insbesondere bei Portaits. Was Ihr benötigt ist Photoshop und ein schon von Grund an zumindest halbwegs scharfes Bild.

Schritt 1)
Ihr öffnet Euer Bild und führt eure gewohnten Bearbeitungsschritte ohne Schärfeanpassung durch
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Schritt 2)
Erzeugt drei neue Ebenen, die alle Bearbeitungsschritte enthalten(Strg+Alt+Umschalttaste+E 3-mal) und blendet alle Ebenen aus, außer die beiden oberen. Die Ebenen könnt Ihr mit einem Klick auf das kleinen Auge in der Ebenen Übersicht ausblenden. Stellt sicher das die obere Ebene ausgewählt und in etwas hellerem Grau hervorgehoben ist.2

Schritt 3)
Wählt im Ebenenmischmodus die Option „Lineares Licht aus“ und Invertiert das Bild anschließend indem Ihr Strg + I drückt

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lasst euch von der Farbveränderung nicht abschrecken, am Ende ist es wieder neutral
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Strg + I


Schritt 4)
Setzt jetzt die Deckkraft der Oberen Ebene auf genau 50%. Euer Bild muss jetzt einheitlich Grau sein
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Schritt 5)
Jetzt wählst Ihr in der oberen Leiste Filter, Weichzeichnungsfilter und Matter machen
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Schritt 6)
Es öffnet sich ein Fenster indem Ihr als Radius 5 Pixel und als Schwellenwert 55 Pixel wählt. Das entspricht einer sehr starken Schärfung, deren stärke wir später mit der Deckkraft regeln können. Bestätigt mit OK
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Schritt 7)
Im Hintergrund sollte sich jetzt eine sehr feine Silhouette erscheinen. Fügt jetzt die beiden oberen Ebenen zusammen indem Ihr rechts auf die obere Ebenen Klickt und den Punkt „Sichbare auf eine Ebene reduzieren“ anwählt
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Schritt 8)
Mit dem Auge vor der Ebene blendet Ihr jetzt die zweite Ebene von oben ein und ändert den Ebenenmischmodus auf „Ineinanderkopieren“. Jetzt könnt Ihr das Resultat sehen. Indem Ihr die Deckkraft der Ebene ändert, könnt Ihr den Effekt abschwächen.

An dieser Stelle könnt Ihr euer Bild prinzipiell speichern und seit fertig. Ich empfehle euch aber das ganze nur selektiv auf die relevanten Stellen (Augen, Haare, Bärte, Augenbrauen,usw) im Bild anzuwenden und sauber zu maskieren. Dabei Empfehle ich ich die Haut von der bearbeiung auszuschließen. Wie das funktioniert erzähle ich euch demnächst.

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Erst machst du die zweite Ebene wieder Sichbar
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Und änderst dann dem Mischmodus

 

So und am Ende zeige ich euch dann noch das Ergebnis der Bearbeitung. Sicher hätte ich bei einer „echten“ Bearbeitung noch die Deckkraft reduzieren. Um euch das Ergebnis besser zu zeigen belasse ich es hier jedoch bei 100%.

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Vorher
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Nachher

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Bericht: Die Milchstraße am Bodensee

Das beste im Leben kommt manchmal unerwartet.

So erging es uns am letzten Juniwochenende. Der Wetterbericht hat fast 40 Grad angesagt. Viel zu heiß um in Stuttgart etwas zu unternehmen und einfach nur Zuhause rumhocken kam an unserem gemeinsamen Wochenende nicht in Frage. Also mein Mädchen, das Zelt und die Kamera eingepackt und ab zum Bodensee.

Auf dem Weg zum See hab ich verschiedene Campingplätze angerufen um noch irgendeinen kleinen Platz für unser kleines Zelt zu finden. Glück hatten wir am Ende in der Nähe von Uhldingen, dem Örtchen mit dem den berühmten Pfahlbauten.

Und der Wetterbericht sollte recht behalten. Tagsüber war es praktisch unmöglich mehr zu machen als am Ufer im Schatten herum zu lungern und sich hin und wieder mal im klaren Wasser des Bodensees abzukühlen. Mehr haben wir auch nicht gemacht.

Am Abend haben wird dann ein paar Brettspiele ausgepackt und die schönste Zeit des Tages nach Sonnenuntergangs und der Abkühlung genossen.

Kurz nach Mitternacht hat Bettina dann ein Band von Sternen gesehen und war fest überzeugt, dass sei die Milchstraße. Ich hielt das für unmöglich. Sahara-Staub in der Luft, der komplett umbaute See mit seiner Lichtverschmutzung sind echt nicht das optimale Jagtgebiet der Astrofotografen.
Ich ließ mich also bequatschen und wir suchten einen dunkleren Ort in der Nähe. Den fanden wir am Ufer. Hier konnte man die Hand vor den Augen kaum erkennen, in dieser Mondlosen Nacht. Perfekt!

Nach ein paar Minuten gewöhnten sich unsere Augen an die Dunkelheit und nun sah auch ich den großen Teil der Milchstraße. Unglaublich, sonst plane ich das Monatelang im voraus und nun war sie da. Ohne Planung, ohne etliche Kilometer Weg zu den dunkelsten Orten, ohne Vorbereitung und leider auch nur mit einem Lichtschwachen Objektiv.

Also musste ich mit dem Iso hoch auf 4.000 was das Bild natürlich ein wenig körnig macht. Blende voll auf (heißt bei meinem Glas 4.0), minimale Brennweite (hier 16mm) und 15-20 Sekunden Belichtungszeit. Nicht das Optimale Setup, aber ein guter Kompromiss, wenn man nur ein 4.0er Weitwinkel in seiner Tasche hat. Was hätte ich an diesem Abend für ein 2.8+ Objektiv gegeben.

Das Glücksgefühlt war übrigens der Hammer, denn:

Das Beste im Leben kommt manchmal unerwartet

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Hier noch ein Paar Tipps für Astro Neulinge die mal Sternenfotografie probieren möchte:

  • ohne Stativ geht hier nichts
  • möglichst offenblendiges Objektiv (2.8 oder weniger, zum testen auch mal ein schlechteres, aber dann musst du mit dem ISO hoch)
  • manueller Modus und manueller Fokus (mit Fokusvergrößerung Scharfstellen und so fokussieren das die Sterne möglichst klein sind)
  • Je Weitwinkliger dein Objektiv, desto länger kannst du belichten
  • Hast du keine Sterne auf dem Bild sondern Linien, verkürze die Verschlusszeit
  • Den Iso so hoch wie nötig, so niedrig wie möglich (von 1600-6400 kannst du Testen)
  • mach den Stabilisator deiner Kamera aus
  • Stelle das Dateiformat auf Rohformat
  • Du musst die Bilder fast zwangsläufig Bearbeiten

 

 

Bericht: Black Light

Nach einer Empfehlung eines Freundes haben wir an diesem Sonntag die erste Schwarzlicht Minigolfanlange in Stuttgart besucht.

Die gerade erst eröffnete Anlage liegt in der Strohgäustraße nahe des Porsche Museums und ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Anreise mit dem Auto ist ebenfalls gar kein Problem, da genug Parkplätze unmittelbar vor dem Eingang zur Verfügung stehen. Die Anlage ist 7 Tage die Woche geöffnet, wobei der Montag nur für für Events zu Verfügung steht.

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Der Eintritt in die Minigolf Anlage ist mit 9,50€ für Erwachsene und 7,50€ unserer Meinung nach günstig. Andere Minigolfanlagen sind etwas günstiger, aber dass hier gebotene Erlebnis rechtfertigt den Aufpreis.

Im zweckdienlich eingerichteten Empfangsraum befindet sich schon das erste Hightlight. Ein einzigartiger Laserparcours, im Stile der Mission: Impossible Filme oder dem Film Verlockende Falle. Gegen einen kleinen Obulus von 2 Euro, kann man so gut die Wartezeit auf seine Freunde vekürzen. Sicher nicht billig, aber wir haben durch den Betreiber Erfahren, dass hier mehr Aufwand dahinter steckt, als man im ersten Augenblick vermuten würde. Die Laseranlage funktioniert einwandfrei und ist in 3 Schwierigkeitsstufen Verfügbar.Probiert es doch einfach mal aus!

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Im Empfangsraum gibt es zusätzlich noch ein paar Süßigkeiten und Erfrischungsgetränke zu kaufen.

Aber nun zur Anlage selber. Das Layout und Design ist überwältigend. Die Wände sind mit fantasischen schwarzlichtaktiven Malereien überzogen. Überall sind Details zu endecken und man kommt nicht umher den Raum vor dem Spiel zu erkunden. Dazu bekommt jeder Teilnehmer zu beginn eine Brille, welche diese Zeichnungen noch dreidimensional wirken lassen. Anfangs kamen wir uns wie in einem Kunstprojekt vor, nicht wie in einer Spielhalle. Das strahlt einfach Flair aus und ich könnte mir gut vorstellen, das diese Raum gut als Kulisse für ein Fotoshootings dienen könnte, wenn auch naturgemäß unter schweren Lichtbedingungen, die nach guten Objektiven und rauscharmen Sensoren verlangt.

Irgenwann haben wir dann doch angefangen zu Spielen. Es gibt hier 18 Bahnen, teilweise in Überlänge, die man bespielen kann. Neben einfachen Bahnen und Bahnen mit Loopings gibt es hier auch wirklich abgefahrene Ideen, an den wir gut zu knabbern hatten. Aber jede Bahn ist schaffbar. Insgesamt haben wir um die 2 1/2 Stunden mit 5 Personen hier verbracht. Das Spiel wird übrigens von toller Music begleitet, neben „The Police“ glaube ich mich auch „Depeche Mode“ erinnern zu können. Leider driftete es dann ein wenig Richtung Schlager ab, aber gut, dass ist eine Frage des Geschmacks.

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Man kann anstelle von Minigolf hier auch Pit-Pat spielen, eine Art Minigolf mit Billiard anleihen. Den Test dazu holen wir sicher irgendwann man nach.

Alles in allem ein neuen trendiger Ort in Stuttgart, den wir jedem Empfehlen der ein Erlebnis außerhalb des Standarts sucht. Gerade bei schlechtem Wetter oder im Winter kann man hier nichts falsch machen. Sicher werden hier auch noch einige Überraschungen folgen, wie uns der Betreiber verriet. Schau doch einfach mal vorbei beim Black Light Stuttgart!

Noch ein Tipp für Euch: Wenn Ihr hier ein paar coole Fotos schießen wollt, zieht euch weiße Shirts mit Aufdruck an, die kommen hier voll zur Geltung.

Positiv:
– einzigartiges Design von Hand gemalt
– Laser Parcours im vorraum
– günstige Preise für Eintritt und Verpflegung
– kostenfreie Schließfächer

Negativ:
– außerhalb der Innenstatt
– (noch) unschöner Vorraum

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Technik: Welche Kamera ist die „Richtige“?

Welche Kamera soll ich mir kaufen?

Das ist eine Frage über die jeder Einsteiger stolpern wird. Eine richtig gute Antwort werdet Ihr darauf in der Regel nicht bekommen, da dir wahrscheinlich jeder Fotograf seine eigene Marken empfehlen wird.

Daher solltest du besser mit folgender Frage anfangen. Was will ich eigentlich mit der Kamera machen?

  • Meine Kinder/Freunde/Menschen fotografieren?
  • Meine Reisen Festhalten?
  • Schnappschüsse aus der Situation heraus fotografieren?
  • Sportveranstaltungen fotografieren?
  • Events wie Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenfeiern fotografieren?
  • Im Zoo oder wilde Tiere fotografieren?
  • Landschaften und Architektur fotografieren?
  • Sehr kleine Dinge fotografieren?
  • Videos machen?
  • Möchte ich nachbearbeiten?

Aktuelle Kameras beherrschen in der Regel all diese Disziplinen. Aber wie gut sie es jeweils können, hängt vom Modell ab. Daher sollte man vor dem Kauf darüber nachdenken, wo man die Kamera am häufigsten einsetzt.

Vor allen technischen Daten steht aber erstmal die Haptik und das Layout der Kamera. Hier unterscheidet man zwischen Handykameras, Kompaktkameras, Bridgekameras, spiegellosen Systemen und der klassischen Spiegelreflexkameras. Da sich dieser Artikel an unerfahrene Käufer richtet, gehe ich nicht auf Handys und Spiegelreflexkameras ein. Ein Handy hat wohl schon jeder und weiß worauf es ankommt. Spiegelreflexkameras sind zwar noch auf dem Markt, werden aber mit rapider Geschwindigkeit von Spiegellosen Systemen abgelöst. Es kann allerdings noch sinnvoll sein eine Spiegelreflexkamera zu kaufen, wenn man günstig eine gebrauchte bekommt oder gute Objektive im Bekanntenkreis leihen kann.

Daher stehen jetzt noch 3 Typen zur Auswahl.

  1. Kompaktkameras
  2. Bridgekameras
  3. Systemkameras

1. Kompaktkamera

Die Kompaktkameras sind die einfachste Alternative zum Handy. Sie zeichnen sich insbesondere durch Ihre winzige Größe aus und können praktisch überall mit hingenommen werden. Sie haben in der Regel recht kleine Sensoren und das Objektiv kann nicht gewechselt werden. Die Preisspanne bei Kompaktkameras ist riesig, gute Modelle mit ordentlichen Objektiv gibt es ab circa 350€. Darunter bekommt man meist nur minderwertige Modelle, die gerade mal die Bildqualität von Handy Aufnahmen haben.

2. Bridgekameras

Bridgekameras sind die Zwischenstufe zwischen kompakten Kameras und Spiegellosen Systemkameras. Sie haben meist etwas größere und bessere Sensoren als Kompaktkameras. Allerdings kann man bei Bridgekameras die Objektive nicht wechseln. Das versuchen die Hersteller durch Objektive mit hohem Zoom auszugleichen, was allerdings zulasten der Schärfe und Lichtempfindlichkeit geht. Da ich bisher noch keine gute Bridgekamera mit toller Bildqualität und guten Objektiv gesehen habe, kann ich vom Kauf nur abraten. Je nach Budget greift man hier lieber zu einer guten Kompaktkamera oder direkt zur Systemkamera.

3. Spiegellose Systemkamera

Anfangs wurde man für die Verwendung einer Systemkamera immer belächelt. Sony änderte das 2011 mit Veröffentlichung der Alpha Serie, die mit einem Vollformat Sensor in einem kompakten Gehäuse Kunden wie Kritiker überzeugten. Seit dem ist diese Kameraklasse auf dem Vormarsch. Mit überragenden Sensoren und der Möglichkeit Objektive zu wechseln, stehen sie Spiegelreflexkameras in nichts nach. Mittlerweile sind Spiegellose Systemkameras von allen namenhaften Herstellern erhältlich und verdrängen Spiegelreflexsystem vom Markt.

Ausstattungsmerkmale

Wer sich Intensiv mit dem Fotografieren beschäftigen möchte, sollte auf diese Ausstattungsmerkmale achten. Ein Moduswahlrad um schnell zwischen Blendenpriorität, Verschlusspriorität und dem manuellem Modus zu wechseln ist Pflicht. Es ist auch sehr schön, wenn die Kameras einzelne Einstellräder für Blende, Verschlusszeit und die Lichtempfindlichkeit haben. 3 Sind kein muss, aber eines sollte die Kamera auf jeden Fall haben.

Ein bequem erreichbarer Auslöser und ein generell sicheres Gefühl beim Halten der Kamera ist wichtiger, als man im ersten Moment denkt. Ein Blitzschuh, um die Kamera mit Blitzen, Mikrofonen, Dauerlichtern oder anderen Erweiterungen auszustatten ist ebenfalls sehr Hilfreich. Auf einen internen Blitz kann man komplett verzichten, da ein frontales Blitzen nie gut aussieht.

Dabei gibt es verschiedene Qualitätsmerkmale, auf die zu achten ist:

  1. Sensorgröße
  2. Auflösung
  3. dynamischer Umfang
  4. Autofokus
  5. Serienbildfunktion
  6. Bildstabilisator

Wie wichtig jeder dieser Punkte für dich ist, hängt vor allem davon ab, wie du die Eingangsfragen beantwortet hast. Daher gehe ich später auf die einzelnen Merkmale ein.

 

1. Sensorgröße

Die Sensorgröße ist sicher eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale der Kamera und ein echter Preistreiber. Größer ist hier (fast) immer besser, da die Sensorgröße einen sehr großen Einfluss auf das Bildrauschen hat. In Technik Märkten wird das Thema Sensorgröße bei günstigen Kameras fast immer verschwiegen und man muss nachfragen. Dabei sind folgende Sensorgrößen in Markt etabliert:

  • Großformat (nicht Praxis relevant außer in der Filmindustrie)
  • Mittelformat
  • Kleinbild/Vollformat
  • Aps-C
  • MFT/Micro Four Thrids
  • 1 Zoll
  • 2/3″ 
  • 1:1,8 Zoll
  • 1:3,2 Zoll
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Sensorgrößen im Größenverhältnis

Für Hobbyfotografen sind vor allem die Sensoren zwischen 1 Zoll und Vollformat interessant. Größere Sensoren sind nahezu unerschwinglich und kleinere Sensoren sind vollautomatischen Kameras wie Handys vorbehalten.

Im Allgemeinen kann man sagen, das größere Sensoren:

  • teuer sind
  • weniger Rauschen und bessere Bildqualität liefern
  • besser bei Nacht sind
  • einen größeren Mindestabstand haben
  • weniger Schärfentiefe haben und einen weicheren Hintergrund erzeugen
  • Details besser wiedergeben
  • mehr Brennweite für den gleichen Abbildungsmaßstab brauchen (Einfacher: je größer der Sensor, desto kleiner das Motiv)
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Kleiner Sensor (hier APS-C)
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Großer Sensor (hier Vollformat)

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der richtigen Sensorgröße für dich, sind auch die Folgekosten. Je größer der Sensor ist, desto teurer werden die Objektive. Und die Unterschiede sind enorm. So kostet ein Objektiv für eine Vollformat Kamera direkt das  Doppelte, auch gerne mal das Dreifache eines APS-C Objektives. Und da die Kosten für Objektive auf Dauer deutlich höher sind, als die Kosten für den Kamera Body, sollte dieser Punkt beim Kauf immer im Hinterkopf bleiben. Für die meisten Nutzer ist eine guter APS-C Sensor eine sehr gute Wahl. Die Kosten halten sich im Rahmen und die Folgeinvestition sind hier überschaubar.

Größere Sensoren sind besser für:

  • Portraitfotografie
  • Landschaftsfotografie
  • Nachtfotografie

Kleinere Sensoren sind besser für:

  • Sportfotografie
  • Tierfotografie
  • Makrofotografie

 

2. Auflösung

Mit großen Auflösungszahlen wird gerne geworben. Manchmal könnte man denke, das es DAS Qualitätsmerkmal einer Kamera ist. Mit der Realität hat das ganze aber nichts zu tun. Die Auflösung gibt nur an, mit wie vielen Bildpunkten ein Bild gespeichert wird. Natürlich ist mehr hier meist besser, aber wenn man sich die möglichen Auflösungen der Verbreitungswege (Whatsapp, Facebook, Instagram, usw.) so anschaut, stellt man fest das Auflösung unwichtig für ein gutes Bild ist. Kaum ein Anbieter im Netz gibt Bilder mit mehr als 2 Megapixel aus. Auch Bildschirme haben selten mehr als 1920×1080 Bildpunkte. Das entspricht ebenfalls etwa 2 Megapixeln.

Dennoch ist Auflösung nicht komplett unwichtig. Sie gibt uns Fotografen die Möglichkeit nachträglich Ausschnitte aus dem Bild zu beschneiden oder bestimmte Nachbearbeitungs Techniken anzuwenden. Weiterhin ist Auflösung beim Druck ein sehr wichtiger Faktor, wenn man größer als A4 drucken möchte. Da aber alle aktuellen Kameras über 10 Megapixel haben, kann man als Einsteiger den Punkt getrost ignorieren.

ausflösungsvergleich_fhd
2 Megapixel
auflösungsvergleich_24mp
24 Megapixel

Um die Bilder komplett Vergleichen zu können, klickt Sie einfach an. Wie Ihr seht, ist kaum ein Unterschied erkennbar. Sofern man das Bild jetzt nicht beschneiden möchte (z.B. nur den Kopf) oder drucken möchte, ist die Auflösung der Kamera nahezu irrelevant.

Mehr Auflösung ist besser für:

  • Tierfotografie (zum Vergrößern)
  • Makrofotografie (zum Vergrößern)
  • Fotografen die Bilder regelmäßig groß drucken

Weniger Auflösung ist nicht störend in der:

  • Reisefotografie
  • Landschaftsfotografie
  • Portaitfotografie

 

3. Dynamischer Umfang

Du hast vom dynamischen Umfang einer Kamera noch nie etwas gehört? Nicht schlimm, so geht es den meisten Einsteigern. Der dynamische Umfang gibt an, wie die Kamera mit hellen und dunklen Bereichen umgeht. Vor allem in der Nachbearbeitung merkt man hier extreme Unterschiede. Auch bei Aufnahmen die falsch belichtet wurden und gerettet werden sollen, ist es das wichtigste Qualitätsmerkmal einer Kamera. Der dynamische Umfang wird in Blendenstufen oder Stops angegeben.

Im Allgemeinen kann man sagen das mehr Dynamikumfang:

  • teuer ist
  • mehr Details in dunklen und hellen Bereichen erhält
  • mehr potential in der Nachbearbeitung hat
niedriger_dynamikumgang
niedriger Dynaikumfang
hoher_dynamikumgang
hoher Dynamikumfang

Man sieht in der Gegenlichtsituation einen deutlichen Unterschied. Mit einem geringen Dynamikumfang sieht man zwar den hellem Bereich vor dem Fenster gut, aber die dunklen Bereichen im Innenraum wirken stark unterbelichtet. Man hätte hier auch den Innenbereich optimal Belichten können, aber dann wäre der Außenbereich einfach nur weiß.

Ein höherer Dynamikumfang in kombination mit einem Bearbeitungsprogramm wirkt hier wunder. Der Innenraum ist deutlich zu erkennen und gleichzeitig ist der Außenbereich auch noch gut zu sehen. Ein hoher dynamischer Umfang sorgt daher also für ein viel realistischeres Bild, da es dem natürlichen Sehen viel näher kommt.

mehr Dynamik Umgang ist besser für:

  • alle Fotografen die das Maximum aus Ihren Bildern holen wollen
  • Nachbearbeitung

weniger Dynamikumfang ist gut für:

  • Niemanden

 

4. Autofokus

Da niemand unscharfe Bilder mag und nur wenige Fotografen komplett manuell Fokussieren ist der Autofokus für viele Fotografen ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal.

Ein Autofokus ist vom Prinzip nichts anderes als eine Technik zur Bestimmung der Entfernung  zwischen dem Fotografen und dem Motiv.

Hier haben die verschieden Fotografie Arten vollkommen andere Anforderungen. Diese hängen vor allem von der Geschwindigkeit ab, mit der sich euer Motiv durch das Bild bewegt. Während bei ruhigen Motiven wie Gebäuden der Autofokus nahezu keine Rolle spielt, ist er bei schnellen Motiven wie beispielsweise bei Sportlern unabdingbar.

Jeder Hersteller verkauft seine Kameras mit verschiedenen Fokus Techniken und unter verschieden Namen. 3D Fokus, Turbo Fokus, Fast Fokus sind nur einige Beispiele um zu zeigen, wie kreativ die Hersteller bei der Benennung sind. Lasst euch davon nicht Blenden. Im Endeffekt gibt heute nur zwei verschiedene Fokus Techniken. Den Kontrast Autofokus und den Phasen Autofokus.

Die Vorteile des Phasen Autofokus

  • schnell, selbst bei schlechten Lichtverhältnissen
  • funktioniert meist auch durch Scheiben hindurch
  • ermöglicht schnelle Serienbilder
  • weniger präzise
  • teuer

Die Vorteile des Kontrast Autofokus

  • langsam, bei schlechten Lichtverhältnissen und geringen Kontrast unbrauchbar
  • sehr präzise bei gutem Licht
  • nur für Einzelfotos brauchbar
  • günstig
  • funktioniert oft nicht durch Scheiben

Aktuelle Kameras, mit Wechselobjektiven, verfügen weiterhin meist über einen „Hybrid Autofokus“ der beide Techniken unterstützt. Der Hybrid Autofokus entscheidet je nach der Lichtsituation selber, welche Technik verwendet wird. In günstigen Kameras der Kompaktkameraklasse und in Handys wird meist nur ein Kontrast Autofokus verbaut.

Beim Kauf euer Kamera mit Phasenautofokus ist es wichtig sich vorher über die Anzahl der Phasenfokus Punkte und deren Abdeckung zu informieren. Mehr ist hier definitiv besser!

Im Allgemeinen kann man sagen, das ein besserer Autofokus:

  • teuer ist
  • besser bei Nacht arbeitet
  • weniger Ausschuss Fotos produziert
  • es auf die Fotografie Art ankommt, wie wichtig das für dich ist!
fokusvergleich_scharf
Die Schärfe sitzt auf den Punkt
fokusvergleich_unscharf
Der Fokus liegt komplett daneben

Natürlich ist es nicht nur wichtig, das der Fokus schnell sitzt sondern auch, das er präzise arbeitet. Da dies jedoch auch von der Software der Kamera und des verwendeten Objektives abhängt, kann ich jedoch kein Geheimrezept nennen, wie man das aus technischen Angaben ablesen kann. Hier Hilft es nur sich auf Test zu verlassen oder im Fachgeschäft zu Fragen ob man die Kamera mal testen kann.

Ein schneller Autofokus ist besser für:

  • Sportfotografie
  • Tierfotografie
  • Eventfotografie

Ein schneller Autofokus ist unwichtig für:

  • Landschaftfotografie
  • Makrofotografie
  • Portaitsfotografie

5. Serienbildfunktion

Ähnlich wie bei Autofokus gehört die Serienbildfunktion zum Standart in Kameras. Aber die Qualität und die Geschwindigkeit unterscheiden sich stark. Unter Serienbildaufnahmen versteht man das schnelle Auslösen der Kamera um im nachhinein den besten Augenblick auswählen zu können oder um gewisse Effekte zu erzielen.

Die Geschwindigkeit der Serienbilder ist Abhängig von der Speichergeschwindigkeit der Kamera, dem Autofokus und von der Geschwindigkeit der verwendeten Speicherkarte.

Im Allgemeinen kann man sagen das eine schnelles Serienbild:

  • teuer ist
  • mehr Auswahl in Detail bietet
  • die Warscheinlichkeit erhöht, den richtigen Augenblick zu erwischen
  • viel Datenmüll produziert
  • hohe Ansprüche an die Speicherkarte stellt
serienbildgeschwindigkeit.jpg
Dank Serienbildern sind schnelle Bewegungsabläufe darstellbar

Ein schnelle Serienbildfunktion ist besser für:

  • Sportfotografie
  • Tierfotografie
  • Eventfotografie
  • Portaitfotografie

Ein schnelle Serienbildfunktion ist unwichtig für:

  • Landschaftfotografie
  • Architekturfotografie

 

6. Bildstabilisator

Ein Bildstabilisator hilft beim Fotografieren bei schwachem Licht und gleicht kleine bewegungen des Fotografen aus. Es gibt Kameras mit intigriertem Stabilisator und Kameras ohne stabilisierung. Ein Stabilisator ist oft weniger wichtig, da geübte Fotografen durch die richtige Griff- und Standtechnik den größten Teil der Bewegung selber ausgleichen. Für Einsteiger kann er jedoch sehr Hilfreich sein. Auf die Bewegung des Motives hat der Stabilisator keinerlei Einfluss. Es ist neben der Auflösung einer der Faktoren, der Kameras sehr teuer macht. Daher lässt sich hier viel Geld sparen, ohne große Einschränkungen zu haben.

Allerdings hilft er bei bewegunsgslosenü Motiven und schwachem Licht weiter. Hier kann man jedoch auch auf ein Stativ zurückgreifen.

Beim drehen von Videos kann ein Bildstabilisator die Bildqualität deutlich verbessern, da deutlich weniger Digital stabilisiert werden muss, was immer mit Qualitätseinbußen verbunden ist.

Im Allgemeinen kann man sagen das eine Stabilisator:

  • teuer ist
  • wichtiger wird, wenn man lange Brennweiten(großer Zoom) verwendet
  • erst ab Verschlusszeiten unter 1 geteilt durch Brennweite nötig ist
  • die Kamera größer macht
  • für Videoaufnahmen unverzichtbar ist
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Darstellung möglicher Verwacklungsrichtungen

Dabei wird zwischen 2 Arten der Stabilisierung unterschieden. Die 3 Wege Stabilisation ist günstiger und hilft um Neige(1), Gier(2) und Roll(5) Bewegung auszugleichen. Als Erweiterung wurde der 5 Wege Stabilisator entwickelt, der aber deutlich teurer ist und in der Regel nur bei Kameras der 1500€+ Klasse verbaut wird. Dieser gleicht auch leichte seitliche Bewegung (3) und leichte höhen Veränderung (4) aus.

Ein Bildstabilisator ist besser für:

  • Eventfotografie
  • Nachtfotografie

Ein Bildstabilisator ist unwichtig für:

  • Landschaftfotografie
  • Architekturfotografie
  • Sportfotografen
  • Portaitsfotografie

Fazit

Die beste Kamera ist nicht immer die Teuerste, die Neuste oder die am meisten Gelobte. Sondern die, die am besten zu dir passt. Das hängt immer von individuellen Anforderungen ab. Wenn du dir vorher Überlegst, was du brauchst, kannst du hier viel Geld sparen! Gerade bei System mit Wechselobjektiven sollte man sich genau Überlegen, was man damit machen will. Sobald man viel Geld für teure Objektive ausgegeben hat ist man praktisch an den Hersteller gebunden!

Welche Objektive du benötigst, wie du die Qualität erkennst und was die Zahlen auf den Objektiven bedeuten, erfährst du im Technik Blog im Oktober!

Skills: Riesenrad mal anders

Heute zeige ich euch einen schönen Effekt auf der Kirmes, der richtig was her macht und gar nicht schwer ist. Die Riesenrad Belichtung. Diese funktioniert aber nicht nur bei Riesenrädern, sondern bei allen Fahrgeschäften bei Dunkelheit.

Riesenrad2.jpg

Was du für den Effekt brauchst:

  • Eine Kamera
  • Ein Objektiv zwischen 24mm und 50mm
  • Ein Stativ
  • Dunkelheit
  • Ein beleuchtetes Riesenrad
  • Gut 20 Minuten Zeit vor Ort

Und deine Kamera stellst du folgendermaßen ein

  1. Kamera in den manuellen Modus M
  2. ISO 100, Blende 8 und eine Verschlusszeit zwischen 5 Sekunden und 30 Sekunden
  3. Kamera auf das Stativ
  4. Bildstabilisator aus

Riesenrad3

Jetzt richtest du deine Kamera so aus, das das Riesenrad schön im Bild platziert ist. Wenn möglich im goldenen Schnitt. Jetzt heißt es nurnoch warten, bis sich das Rad in Bewegung setzt und die Kamera auslösen.

Das Resultat sieht bei jeder Auslösung ein wenig anders aus. Daher nimm dir die Zeit und wiederhole das ganze so oft, bis du ein schönes Muster hast.

Ist das Bild zu hell, verringerst du einfach die Belichtungszeit oder schließt die Blende ein bisschen weiter  Ist das Bild zu dunkel machst du genau das Gegenteil: öffne die Blende weiter oder verlängerte die Verschlusszeit

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Fun Video: Teneriffa

Auf Teneriffa waren wir im größten Zoo der Insel dem „Loro Park“ und im dazugehörigen Baderutschen Paradies „Siam Park“ und beim Whalewatching vor der Küste. Was es da so alles zu sehen gab, seht ihr in unserem kurzen Video. Es entstand mit der aktuellen Gopro 6 ohne Filter oder andere Spielereien.

Bericht: Technikmuseum Sinsheim

Wir haben wir am gestrigen Samstag das Auto- und Technikmuseum in Sinsheim besucht.

Angereist sind wir mit gedämpften Erwartungen, da die Fotos der des Internetauftrittes (http://sinsheim.technik-museum.de/) nicht vielversprechend sind.
Man erreicht das Museum wunderbar über die die A6, da es direkt an die Autobahn grenzt.

Es waren mehr als genügend Parkplätze vorhanden, die allerding 5 Euro kosten sollten. Da heute jedoch nicht viel los war, waren die Schranken geöffnet und man konnte daher kostenlos parken. Mit Bus&Bahn erreicht man das Museum übrigens auch wunderbar, kaum 5 Gehminuten vom Eingang befindet sich die Haltestelle „Sinsheim – Museum/Arena“.

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Auf dem Parkplatz angekommen, waren unsere anfänglichen Befürchtungen, dass es hier eher langweilig werden könnte direkt verflogen. Auf dem Gelände wird man direkt von Original Flugzeugen aller Art aus vielen Epochen der Fliegerei begrüßt. Einige davon, die auf dem Dach aufgebaut sind, sieht man auch schon direkt von der A6 aus.

Nun ab zur Kasse. Günstig ist die Ausstellung nicht, Kinder ab 4 Jahren zahlen 13 Euro und für einen Erwachsenen legt man 16 Euro hin. Aber eines möchte ich vorwegnehmen, für das was man hier geboten bekommt, ist es preiswert. Man kann hier problemlos 6 Stunden verbringen und das Gelände, das Restaurant sowie die Toiletten sind sauber.

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In der Ausstellung selber, die auf 2 Hallen sowie auf einen riesigen Außenbereich besteht (laut Internetseite um die 30.000qm) werden Hauptsächlich Autos und Flugzeuge präsentiert. Daneben gibt es aber auch immer wieder Lokomotiven und eine große militärische Abteilung, die uns zwar weniger interessiert hat, aber dennoch beeindruckende Panzerfahrzeuge in einem Außenbereich bietet. Weiterhin gibt es Ausstellung von Musikinstrumenten, Rennrädern, Traktoren und Formel 1 Fahrzeugen. Die Ausstellungsstücke sind, bis auf wenige Ausnahmen wirklich toll anzusehen, und auf jedem qm spürt man die Liebe, welche die Mitarbeiter in den Erhalt stecken. Leider ist die Fläche dennoch für die Anzahl der Stücke viel zu klein, was dazu führt, dass im gesamte Museum und zum Teil auch in den Außenbereiche die Autos und Motoräder viel zu eng zusammen stehen und man so nur selten wirklich gute Fotos schießen kann. Weniger wäre hier mehr gewesen!

Ein paar Stunden später wollten wir gerne etwas essen, nur eine Kleinigkeit. Wir dachten an ein Brötchen auf die Hand. Das Auto und Technikmuseum Sinsheim hat zwar ein Restaurant, aber ein Bistro fehlt hier komplett. Snacks gab es nicht, nur volle Essen. Dafür waren die Preise aber moderat. Wer aber mit der ganzen Familie anreißt, sollte sich besser Vesper mitnehmen, sonst geht das ganze ziemlich ins Geld.

Der Höhepunkt kam dann in (oder besser gesagt auf) Halle 2. Hier sind viele Flugzeige und ein UH60D Helikopter ausgestellt und können betreten werden. So findet man hier neben der berühmt, berüchtigten Concorde viele weitere Flugzeuge (u. A. die Tante Ju). Diese sind auf Pfählen Aufgebaut und haben mehr Schräglage, als man eingangs vermuten würde. Bleibt also mit kleinen Kindern besser unten. Für die größeren Kids (6+) gibt es aber sogar eine große Rutsche die sichtlich viel Spaß machen muss. Die kleinen schienen nicht genug davon zu bekommen und rannten immer und immer wieder durch das betreffende Flugzeug zur Rutsche.

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Falls ihr mit Kindern, die alt genug sind, unterwegs seid, nehmt euch eine Matte aus der Ausstellung mit, ohne ist die Benutzung der Rutsche verboten.

Übrigens gibt es im Museum noch ein Imax Kino, welches wir aber nicht genutzt haben. An der Kasse wurde ein KombiTicket angeboten, was Preislich sehr günstig wirkte! Hier werden anscheinend top aktuelle Blockbuster gezeigt.

So dann mal zu unserem Fazit zum Auto und Technikmuseum ins Sinsheim.

Positiv:
-tolle Einzelstücke wie die Concorde
-nahezu alle Flugzeuge begehbar
-Für Kinder ab 6 Jahren wunderbar geeignet
-auch bei Schlechtwetter geeignet (für das Dach trotzdem Schirm einpacken)
Negativ:
-zu viele Ausstellungstücke in den Hallen
-Autos teilweise chaotisch geordnet
-einige Stücke doppeln sich

Unsere Wertung: Schulnote 2 – jederzeit, vor allem bei Schlechtwetter einen besuch Wert!

Skills: Portaitfotografie mit der Normalbrennweite

50mm 1.8er Objektive sind extrem scharf, etabliert und sogar noch günstig. Grund genug uns eines auf die Kamera zu machen um mit ein paar Freunden einige Portraits zu schießen.

Denn dafür eignen sich die Brennweite wunderbar. Üblicherweise nutzen Portraitsfotografen Brennweiten von 85mm bis 135mm. Aber auch 35mm und 50mm eignen sich dafür wunderbar, wenn man noch ein wenig mehr Umgebung aufs Bild bringen möchte.

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Aber das beste habe ich noch gar nicht geschrieben. Das Lichtstärke der Gläser eignet sich hervorragend um Personen vom Hintergrund zu trennen und damit dem typischen Look einer Kamera zu haben. Oder um es noch ein bisschen einfacher auszudrücken, die Person wird knackig scharf und der Hintergrund sehr sehr weich. Auch im Dunkeln liefern Lichtstarke Optiken mit einer Blende kleiner als 2.8 noch sehr gute Ergebnisse.

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Generell gilt, je höher die Brennweite, desto näher bist du an deinem Motiv und je weniger der Umgebung ist zu sehen. Wenn du beispielsweise deine Kinder auf dem Spielplatz ablichten möchtest, ist der Spielplatz ein wichtiges Element des Fotos. Daher würde ich hier kürzere Brennweiten bevorzugen. Je mehr das Motiv in den Fokus rücken soll, desto mehr Brennweite kann man verwenden. Fashon Aufnahmen zum Beispiel. 50mm sind daher ein toller Kompromiss um für möglichst viele Situationen gerüstet zu sein.

Die größten Vorteile von 50mm Brennweiten ist der günstige Preis, die bombastische Bildqualität (wenn der Fokus sitzt wirklich Haarscharf) , das geringe Gewicht, die hohe Lichtstärke, die geringe Größe und der einfache Umgang. Natürlich hat das auch ein paar Nachteile. Oft sind günstige Festbrennweiten einfach verarbeitet, relativ unflexibel und fokussieren oft langsam. Dazu können Festbrennweiten naturgemäß nicht zoomen.

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Wenn man die Nachteile kennt und regelmäßig mit dem 50mm fotografiert, lernt man die Nachteile zu umzugehen und die Vorteile zu schätzen. Es schult das Auge und zwingt einen schöne Perspektiven zu suchen. Daher für uns das perfekte Einsteiger Glas zum kleinen Preis.

Aber auch Festbrennweiten sind nicht immer günstig. Im ersten Jahr haben wir das günstige Sony 50mm 1.8 genutzt welches es bereits für unter 300 Euros gibt. Nach einem Jahr der Nutzung sind wir aber auf das Zeiss 55mm 1.8 für den fast 3 fachen Preis umgestiegen. Aber warum? Sicher nicht wegen der Bildqualität, denn diese ist auch schon bei der „kleinen“ Variante schon überragend. Der Grund war der bessere Autofokus und der toll laufende Fokusring. Des weiteren ist die Brennweite um 5mm länger und somit etwas näher am klassischen Portraitobjektiv.

Was wir damit machen, haben wir euch mit der Gopro aufgezeichnet und zeigen euch ein paar Ausschnitte aus unserem Shooting mit den beiden Jungs. Viel Spaß beim anschauen!

 

Bericht: Die Wilhelma im Winter

Dass die Wilhelma im Sommer einer der schönsten Plätze in Stuttgart ist, ist ja kein Geheimnis. Aber wie sieht es im Winter aus? Ich verraten es euch.

Für alle, die neu in Stuttgart sind will ich als erstes sagen, dass die Wilhelma der Zoologisch- Botanische Garten in Stuttgart ist. Sie liegt direkt an der B10 und ist somit wunderbar per Auto zu erreichen. Zur Wilhelma gehört auch ein Parkhaus, was an schönen Sommertagen aber recht schnell voll ist. Jetzt, in der kalten Jahreszeit, ist es aber gar kein Problem einen kostenpflichtigen Parkplatz zu bekommen.
Wer sich dafür entscheidet, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, kann sich die Parkplatzsuche komplett ersparen, da die Wilhelma in nur wenigen Minuten vom Cannstatter Bahnhof zu Fuß zu erreichen ist. Wer sich ganz und gar nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, kann aber auch die Ubahn nehmen, die praktisch direkt vor der Eingang hält.

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Der Eintritt ist mit 16€ für einen Erwachsenen und 8€ für Kinder zwischen 8 und 17 Jahren moderat, vor allem, wenn man bedenkt dass man hier gut den ganzen Tag verbringen kann. Übrigens lohnt sich hier die Jahreskarte sehr schnell, die mit nur 55€ für regelmäßige Besucher besonders günstig ist. Die Öffnungszeiten und die komplette Preisliste findet ihr auf der Webseite der Wilhelma.

An das leibliche Wohl ist natürlich auch gedacht wurden und so finden sich in der Wilhelma überall kleine Imbisse und Restaurants. Zur Zeit ist nur ein Teil davon eröffnet, da im Winter natürlich viel weniger Gäste erwartet werden als im Sommer. Empfehlen können wir die aber nicht, da das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht wirklich gut ist. Packt euch lieber ein bisschen was zu Essen ein um gut über den Tag zu kommen.

Verglichen mit anderen Zoo´s, ist die Wilhelma ganz klar auf Botanik spezialisiert. Die Pflanzenhäuser, die bei den Außentemperaturen besonders einladend sind, sind einfach großartig gestaltet. So werden hier mehr als 7.000 verschiedene Pflanzensorten und Pflanzenarten gehegt und gepflegt. Aber nicht nur der Artenreichtum ist beeindrucken, auch die Präsentation kann sich sehen lassen. Dies liegt insbesondere daran, das die Wilhelma eine lange Geschichte vom Privatgarten des Königs zum historischen Erbe des Landes vollzogen hat.
Daher sind die Gebäude nicht auf alt gemacht, sondern sie sind es wirklich.

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In der kalten Jahreszeit, ist der Außenbereich natürlich verhältnismäßig Trist. Das bedeutet allerdings nicht, das sich der Besuch jetzt nicht lohnt. Neben dem Pflanzenhäusern laden auch ein Insektarium mit eigenem Schmetterlingshaus, ein 2013 eröffnetes Affenhaus und unser Favorit das Amazonienhaus zum besuch ein.

Gerade das tropisch klimatisierte Amazonienhaus, welches mit seiner Kombination aus Pflanzen & Tieren die Illusion erzeugt, sich im Regenwald Südamerikas zu befinden, hat es uns angetan.

Für Kinder ist die Wilhelma ein Paradies. Zwar werden erst ab Anfang April wieder Vorträge zu verschieden Themen für Kinder angeboten, allerdings scheint das Aquarium mit seinem anschließenden Reptilien-Bereich sehr beliebt bei den Kids zu sein. Wir als Hobby-Aquaristen waren nicht so begeistert vom Aquarium selber. Viele Aquarienscheiben waren in einem derart schlechten Zustand, das wir schockiert waren. Auch schienen uns einige Aquarien deutlich überbesetzt zu sein.

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Insgesamt stellt sich für uns die Frage gar nicht mehr, ob sich die Wilhelma im Winter lohnt. Sicher bietet sie im Sommer einen deutlich schöneren Außenbereich und deutlich mehr „Große“ Arten, aber so werden halt die „Kleinen“ Tiere und die Pflanzen zum Star des Tages.

  • Positiv:
    -Jahreskarte sehr günstig
    -nahezu einzigartige Pflanzenvielfalt
    -tagesfüllendes Angebot
    -Für Kinder wunderbar geeignet
    -Alte Architektur
  • Negativ:
    -trister Aussenbereich
    -viele Menschen in den klimatisierten Bereichen
    -schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis der Gastronomie

Viel Spaß im Zoo

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