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Spot: Playa de Benijo

Ort: Teneriffa/Benijo

Laufweg vom Parkplatz: circa 10 Minuten einen Steilen Holzpfad herab zum Strand. Ausreichend Parkplätze vorhanden

Tageszeit: Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Starke ND Filter

Dauer: 240 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung/Normalbelichtung

 

Die Playa de Benijo auf Teneriffa ist eine echte Besonderheit auf der Insel. Vor allem da hier praktisch keine Touristen sind. Dies ist einerseits auf die schlechte Straßenanbindung und andererseits auf die fehlendende Infrastruktur der Gegend zurückzuführen. Und genau das ist Klasse! Nirgendwo auf der Insel hatte ich mehr Urlaubsfeeling als hier. Der Rabenschwarze Feinkörnige Strand ist eine Wohltat für die Füsse und die Felsen in Meer sind gerade im Sonnenuntergang einfach Atemberaubend. Statt dem üblichen Strandlärm hört man hier in erster Linie mal das Rauschen des Meeres und die Segel der Windsurfer, die die Luft schneiden.

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Es hat extrem viel Spaß gemacht vom Stativ zu fotografieren. Das zurückfließende Meerwasser in Kombination mit dem schwarzen Sand ergibt einfach einen tollen Look bei Langzeitbelichtungen. Die Umspülung der Felsen und Steine geben eurem Bild dann den letzen Kick. Nutzt dafür einen starken ND Filter um auf Belichtungen von 3-5 Sekunden zu kommen. Es lohnt sich, hier speziell auf die Spiegelungen im auf dem Sand zu achten!

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Kleiner Tipp für die Rückfahrt. Vergesst nicht euch bei der Fotomeditation auch mal umzudrehen. Gerade das letzte Licht des Tages hüllt den kleinen Küstenort Benijo selber in ein magisches Licht. Wir endeckten das leider etwas zu spät….

 

Der Weg nach Benijo gestaltet sich übrigens schwierig. Einen Bus haben wir nicht sehen können und der Ort ist am nördöstlichen Ende der Insel. Ohne Mietwagen geht hier gar nichts. Plant ausreichend Zeit ein!

 

Bericht: Die Milchstraße am Bodensee

Das beste im Leben kommt manchmal unerwartet.

So erging es uns am letzten Juniwochenende. Der Wetterbericht hat fast 40 Grad angesagt. Viel zu heiß um in Stuttgart etwas zu unternehmen und einfach nur Zuhause rumhocken kam an unserem gemeinsamen Wochenende nicht in Frage. Also mein Mädchen, das Zelt und die Kamera eingepackt und ab zum Bodensee.

Auf dem Weg zum See hab ich verschiedene Campingplätze angerufen um noch irgendeinen kleinen Platz für unser kleines Zelt zu finden. Glück hatten wir am Ende in der Nähe von Uhldingen, dem Örtchen mit dem den berühmten Pfahlbauten.

Und der Wetterbericht sollte recht behalten. Tagsüber war es praktisch unmöglich mehr zu machen als am Ufer im Schatten herum zu lungern und sich hin und wieder mal im klaren Wasser des Bodensees abzukühlen. Mehr haben wir auch nicht gemacht.

Am Abend haben wird dann ein paar Brettspiele ausgepackt und die schönste Zeit des Tages nach Sonnenuntergangs und der Abkühlung genossen.

Kurz nach Mitternacht hat Bettina dann ein Band von Sternen gesehen und war fest überzeugt, dass sei die Milchstraße. Ich hielt das für unmöglich. Sahara-Staub in der Luft, der komplett umbaute See mit seiner Lichtverschmutzung sind echt nicht das optimale Jagtgebiet der Astrofotografen.
Ich ließ mich also bequatschen und wir suchten einen dunkleren Ort in der Nähe. Den fanden wir am Ufer. Hier konnte man die Hand vor den Augen kaum erkennen, in dieser Mondlosen Nacht. Perfekt!

Nach ein paar Minuten gewöhnten sich unsere Augen an die Dunkelheit und nun sah auch ich den großen Teil der Milchstraße. Unglaublich, sonst plane ich das Monatelang im voraus und nun war sie da. Ohne Planung, ohne etliche Kilometer Weg zu den dunkelsten Orten, ohne Vorbereitung und leider auch nur mit einem Lichtschwachen Objektiv.

Also musste ich mit dem Iso hoch auf 4.000 was das Bild natürlich ein wenig körnig macht. Blende voll auf (heißt bei meinem Glas 4.0), minimale Brennweite (hier 16mm) und 15-20 Sekunden Belichtungszeit. Nicht das Optimale Setup, aber ein guter Kompromiss, wenn man nur ein 4.0er Weitwinkel in seiner Tasche hat. Was hätte ich an diesem Abend für ein 2.8+ Objektiv gegeben.

Das Glücksgefühlt war übrigens der Hammer, denn:

Das Beste im Leben kommt manchmal unerwartet

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Hier noch ein Paar Tipps für Astro Neulinge die mal Sternenfotografie probieren möchte:

  • ohne Stativ geht hier nichts
  • möglichst offenblendiges Objektiv (2.8 oder weniger, zum testen auch mal ein schlechteres, aber dann musst du mit dem ISO hoch)
  • manueller Modus und manueller Fokus (mit Fokusvergrößerung Scharfstellen und so fokussieren das die Sterne möglichst klein sind)
  • Je Weitwinkliger dein Objektiv, desto länger kannst du belichten
  • Hast du keine Sterne auf dem Bild sondern Linien, verkürze die Verschlusszeit
  • Den Iso so hoch wie nötig, so niedrig wie möglich (von 1600-6400 kannst du Testen)
  • mach den Stabilisator deiner Kamera aus
  • Stelle das Dateiformat auf Rohformat
  • Du musst die Bilder fast zwangsläufig Bearbeiten

 

 

Spot: Stuttgarter Flughafen

Am Ende der Landebahn in Stuttgart kann man bei Gegenwind wunderbar Fotos von landenden Flugzeugen machen. Kaum ein anderer Flughafen, mit Ausnahme von München, in Deutschland lässt einen dabei so nah dran. Kaum 30 Meter über den Köpfen kommen die Flieger hier rein.

Das ist nicht nur gut für Flugzeugfans, sondern auch für Portraitsfotografen und Fahrzeugfotografen, da man hier Außergewöhnliche Bilder machen kann.

Der Spot ist nicht ganz einfach zu finden, daher habe ich euch bei Google Maps einen Punkt hinzugefügt. Gebt einfach „Foto Hotspot am Ende der Landebahn“ in Euer Handy ein, wenn Ihr in der Nähe des Flughafens seit.

Ein kleiner Tipp am Rande. Die Landbahn zeigt ziemlich genau nach Westen. Um Flugzeuge von Vorne mit schöner Lichtstimmung abzubilden, würde ich zum Sonnenaufgang her kommen. Portraisfotografen sollten eher zum Sonnenuntergang kommen.

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Das Foto ist zum Sonnenuntergang entstanden. Das Flugzeug musste also nachträglich gedreht werden
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Für schöne Bokehballs habe ich die Blende bis aufs Maximum geöffnet. F1,8

Spot: Blühendes Barock Residenzschloss Ludwigsburg

Ort: Ludwigsburg

Laufweg vom Parkplatz: unter 5 Minuten

Tageszeit: Tags

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Teleobjektiv, Normalbrennweite, Makroobjektiv

Dauer: 2,5 Stunden

Technik: Normale Belichtungszeit

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Sandkunst Ausstellung 2017

Das blühende Barock macht seinem Namen alle Ehre. Sobald die Temperaturen stimmen ist der gesamte Park mit blühenden Blumen übersät. Es gibt hier wechselnde Ausstellungen, unter anderen die weltgrößte Kürbisausstellung, Sand-Kunst und Strohwelten.

Während der Kürbisausstellungiist das gesamte Areal mit 450.000 Kürbisse dekoriert und zu übergroßen Kunstwerken gestaltet. Rosenliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Mit 12. 000 rund Rosenstöcken sollte jeder seine Lieblingssorte finden. Auch Rhododendren dürfen natürlich hier nicht fehlen. Im Orchideenhaus bietet auch schöne Motive. Im Blüba findet man einen Märchengarten der auch für kleine Kinder geeignet ist.

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Sandkunst Ausstellung 2017
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Kürbisausstellung 2017
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Kürbisausstellung 2017

Spot: Kölner Dom

Ort: Köln Hohenzollernbrücke oder Köln Triangle Turm

Laufweg vom Parkplatz: unter 20 Minuten

Tageszeit: Nachts, Blaue Stunde

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, 50mm, Stativ, Schwarzes Tuch(Triangle Turm)

Dauer: 45 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung

Es gibt 2 berühmte Perspektiven auf den Kölner Dom. Bei der ersten Variante vom Fuß der Hohenzollerbrücke aus eignen sich vorallem 50mm Objektive. Man kann schnell vom Kölner Hauptbahnhof  aus über die Hohenzollernbrücke zur Wilhemstatue laufen, um von dort aus dem Dom zu fotografieren. Wenn man einen Vordergrund findet, kann man aber auch durchaus auch schöne Bilder vom der anderen Seite der Brücke am gleichen Ufer machen. Ein Blatt bietet sich hier beispielsweise im Herbst an.

Die zweite Variante vom Dom bekommt man von der Aussichtsplattform des Triangle Turm aus. Für wenige Euros kann man hier hoch fahren und den Dom durch eine stark spiegelnde Scheibe fotografieren. Ein schwarzes Tuch über die Kamera bis an die Scheibe, wirkt hier wunder um störende Reflexionen zu vermindern.

Kleiner Zusatztipp: Für eine kurze Zeitspanne, direkt mit Einschalten der Beleuchtung wirkt der Dom Grün. Das ist mit dem Auge nur schwer zu sehen, aber eure Kamera sieht es ganz deutlich. Wartet also den richtigen Zeitpunkt ab und beobachtet den Dom genau um im richtigen Augenblick auszulösen. Grund für die Färbung ist wohl das aufheizen der Lampen, die erst innerhalb eines 90 sekündigen Zeitraums ihre endgültige Farbtemperatur erreichen.

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Spot: Burg Eltz

Ort: Wierschem

Laufweg vom Parkplatz: unter 25 Minuten

Tageszeit: blaue Stunde, Nachts

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, normale Brennweite, Stativ

Dauer: 60 Minuten

Technik: Normale Belichtungszeit  Langzeitbelichtung

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Nach einem kurzen Fußmarsch zeigt sich die Burg in ihrer voller Schönheit. Sie ist über eine private asphaltierte Straße oder einen kleineren geschotterten weg zu erreichen. Die Burg lässt sich sehr gut zur Milchstraßen Saison fotografieren, da die Milchstraße direkt hinter der Burg lang läuft. Auch die blaue Stunde eignet sich wunderbar um die Burg ins richtig Licht zu setzten. Es gibt hier verschiedene Perspektiven um die Burg zu fotografieren die bekannteste, die auch wir gewählt haben, ist direkt auf der Straße die zur Burg führt  Eine weitere ist nur ein paar Meter weiter entfernt und bietet einen natürlichen Rahmen. Es gibt weitere spots, einer zum Beispiel ist weiter oben auf dem Berg mit Blick von oben auf die Burg. Von den unteren spots ist es nicht möglich die Sonne mit aufs Bild zu bekommen, da die Burg nach Süden ausgerichtet und umgeben von Bergen ist.

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Spot: Schrammsteine

Ort: Bad Schandau

Laufweg vom Parkplatz: unter 70 Minuten

Tageszeit: blaue Stunde, Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Verlaufsfilter

Dauer: 20 Minuten

Technik: Normalbelichtung, Langzeitbelichtung

Die Schrammsteine sind nur über eine Wanderung durch den Park erreichbar. Dieser ist prinzipiell gut schaffbar, da nur leichte Steigungen zu überwinden sind. Am Ende des Weges muss man allerdings Klettersteige nutzen. Mit Kinderwagen oder Hund da hoch ist also nicht drin. Optimaler Zeitpunkt hier ist der Sonnenuntergang, da allerdings Lampen nicht vergessen, da Ihr in absoluter Dunkelheit den Weg zurück laufen müsst.

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Spot: Bad Schandau

Ort: Elbufer gegenüber von Bad Schandau

Laufweg vom Parkplatz: unter 15 Minuten (Hinter dem Damm Parken und laufen)

Tageszeit: Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Verlaufsfilter

Dauer: 60 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung

Die Umgebung von Bad Schandau an der Grenze zwischen Polen und der sächsischen Schweiz ist vor allem für die wunderschöne Umgebung bekannt. Aber auch das Städtchen selber gibt ein gutes Motiv ab. Wir haben uns für ein Foto über Elbe entschieden, da ich einfach gerne am Wasser fotografiere.

Ihr gebt am Navi am besten den Gasthof Ziegelscheune ein und sucht euch dort einen Parkplatz, dann könnt Ihr am Elbeufer den weg zurück laufen und den passenden Winkel für eure Brennweite finden.

Im Sommer gibt es hier naturgemäß viele Mücken, bringt euch ein bisschen Schutz mit.

Spot: Dresden

Ort: Dresden

Laufweg vom Parkhaus: Je nach Innenstadtnähe des Parkhauses 15 Minuten bis 35 Minuten

Tageszeit: blaue Stunde, Sonnenuntergang, Sonnenaufgang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Verlauffilter

Dauer: 120 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung, Normalbelichtung

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Die berühmte Skyline von Dresden zur Blauen Stunde

Die Dresdener Innenstadt ist Weltbekannt für Ihre historischen Gebäude. Die Hauptstadt von Sachsen bietet also sehr sehr viele Motive und wer den Stil mag kann hier viele Abende hinter seiner Kamera sind. Vom Canaletto Blick, über den Zwinger bis zu Frauenkirche ist hier richtig was geboten. Wir empfehlen daher, die Innenstadt zu Fuß zu erkunden um keine Spots zu verpassen. Den Tag kann man gut zum erkunden nutzen, da die Gebäude ohne Beleuchtung eh nicht richtig zur Geltung kommen. Die Frauenkirche besucht man übrigens besser morgens, da Nachmittags und Abend hier viele Menschen unterwegs sind.

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Die Decke der Frauenkirche

Aber auch Abseits der Hauptmotive findet man hier immer wieder kleine oder größere Details, die sich zu fotografieren lohnen. So kamen wir vorbei an Statuen, den Elbbrücken, kleinen Cafes und zahllosen Brunnen.

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Einer der vielen Brunnen am Elbeufer

 

Spot: Dom zu Speyer

Ort: Dom Speyer

Laufweg vom Parkplatz: unter 10 Minuten

Tageszeit: blaue Stunde (Außen), bei Tageslicht (Innen)

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ

Dauer: 30 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung

Der Dom zu Speyer ist von außen gar nicht so beeindruckend. Gerade im Vergleich mit Köln fällt Speyer hier ein wenig ab. Wo Speyer aber absolut punkten kann, ist innen. Es ist sehr dunkel und hat eine tolle Stimmung. Ohne Stativ würde ich hier nicht fotografieren wollen. das licht kommt fast ausschließlich durch kleine Fenster oben am Dach. Unter der Woche ist hier auch nicht soviel los, so dass sich der Aufwand in Grenzen hält.

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