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Persönlich: Mein schönstes Stück Deutschland

Hab Ihr schon mal in das Bahn Magazin geschaut wenn Ihr mit dem ICE durch Deutschland fahrt? Ich mach das gelegentlich und freue mich dann immer auf die Seite auf der Menschen Ihr schönstes Stück Deutschland vorstellen. Das möchte ich jetzt auch machen und meinen liebsten Ort vorstellen!

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Der Blick vom Zellerhorn nutzt sich für mich nicht ab

Das Zeller Horn bei Tailfingen ist eine natürliche Aussichtsposition mit fast 180 Grad Aussicht in dessen Zentrum die Burg Hohenzollern thront. Umgeben von Wald liegt der Aussichtspunkt an einem leichten Hügel, so das man zumindest im Sommer eine der unzähligen Vordergründe und Perspektiven aussuchen kann. Aber nicht nur die Burg hat was fürs Auge zu bieten. Die Aussicht mit Ihrem perfekten Licht zum Sonnenuntergang kann man auch für Portraits nutzen oder sie einfach genießen. Im Winter sieht die Sache hier ganz ganz anders aus. Das Zeller Horn gehört zu den kältesten und windigsten Orten die ich so kenne.

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Im Winter immer schön an gute Kleidung denken!

Die kälte ist natürlich kein Grund nicht zu kommen. Einfach gut anziehen und den Weg durch den Wald genießen. Der ist übrigens gar nicht so lang. Wir parken immer in der Nähe des „Zollernsteighofes“. Von hier aus müsst Ihr gut 20 Minuten lang dem (vom Parkplatz aus gesehen) rechten Weg gehen und den kleinen Schildern folgen. Ich schaffe es hier regelmäßig falsch ab zu biegen, kommt also lieber eine halbe Stunde früher um das Licht nicht zu verpassen.

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Auch im Winter mein Platz an der Sonne

Gestern hatte ich übrigens besonderes Glück. In Karlsruhe und Freiberg war ein starkes Unwetter vorausgesagt. Wir konnten hinter der Burg die Entstehung beobachten und sind am Ende noch etwas länger geblieben als geplant. Meine erste Unwetter-Zelle die ich so intensiv beobachten konnte. Leider lag der Wetterbericht falsch und es wurde keine Super-Zelle. Dennoch möchte ich euch das Ergebnis zeigen.

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Ein seltenes Schauspiel
Sicher nicht das perfekte Bild. Da ich keinerlei Erfahrung damit hatte musste ich mich langsam an das Setup herantesten. Eine Auslöser hatte ich auch nicht dabei, so dass ich „auf gut Glück“ rein gehalten habe. Am Ende landete ich bei einer halben Sekunde Verschlusszeit, ISO 1600 und Offenblende. Der Vordergrund ist zwar so unrettbar verloren, aber die Struktur der Wolke kommt hervorragen zur Geltung. Dennoch ein Respektables Ergebnis für eine fast 8 Jahre alte Kamera!

Nehmt euch eine Decke mit, eine Flasche Rotwein oder worauf Ihr sonst so steht und kommt an einem lauen Sommerabend her. Lasst ruhig beim ersten mal die Kamera daheim und fangt den Ort mit den Sinnen ein. Ihr werdet es nicht bereuen!

 

Spot: Playa de Benijo

Ort: Teneriffa/Benijo

Laufweg vom Parkplatz: circa 10 Minuten einen Steilen Holzpfad herab zum Strand. Ausreichend Parkplätze vorhanden

Tageszeit: Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Starke ND Filter

Dauer: 240 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung/Normalbelichtung

 

Die Playa de Benijo auf Teneriffa ist eine echte Besonderheit auf der Insel. Vor allem da hier praktisch keine Touristen sind. Dies ist einerseits auf die schlechte Straßenanbindung und andererseits auf die fehlendende Infrastruktur der Gegend zurückzuführen. Und genau das ist Klasse! Nirgendwo auf der Insel hatte ich mehr Urlaubsfeeling als hier. Der Rabenschwarze Feinkörnige Strand ist eine Wohltat für die Füsse und die Felsen in Meer sind gerade im Sonnenuntergang einfach Atemberaubend. Statt dem üblichen Strandlärm hört man hier in erster Linie mal das Rauschen des Meeres und die Segel der Windsurfer, die die Luft schneiden.

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Es hat extrem viel Spaß gemacht vom Stativ zu fotografieren. Das zurückfließende Meerwasser in Kombination mit dem schwarzen Sand ergibt einfach einen tollen Look bei Langzeitbelichtungen. Die Umspülung der Felsen und Steine geben eurem Bild dann den letzen Kick. Nutzt dafür einen starken ND Filter um auf Belichtungen von 3-5 Sekunden zu kommen. Es lohnt sich, hier speziell auf die Spiegelungen im auf dem Sand zu achten!

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Kleiner Tipp für die Rückfahrt. Vergesst nicht euch bei der Fotomeditation auch mal umzudrehen. Gerade das letzte Licht des Tages hüllt den kleinen Küstenort Benijo selber in ein magisches Licht. Wir endeckten das leider etwas zu spät….

 

Der Weg nach Benijo gestaltet sich übrigens schwierig. Einen Bus haben wir nicht sehen können und der Ort ist am nördöstlichen Ende der Insel. Ohne Mietwagen geht hier gar nichts. Plant ausreichend Zeit ein!

 

Spot: Bad Schandau

Ort: Elbufer gegenüber von Bad Schandau

Laufweg vom Parkplatz: unter 15 Minuten (Hinter dem Damm Parken und laufen)

Tageszeit: Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Verlaufsfilter

Dauer: 60 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung

Die Umgebung von Bad Schandau an der Grenze zwischen Polen und der sächsischen Schweiz ist vor allem für die wunderschöne Umgebung bekannt. Aber auch das Städtchen selber gibt ein gutes Motiv ab. Wir haben uns für ein Foto über Elbe entschieden, da ich einfach gerne am Wasser fotografiere.

Ihr gebt am Navi am besten den Gasthof Ziegelscheune ein und sucht euch dort einen Parkplatz, dann könnt Ihr am Elbeufer den weg zurück laufen und den passenden Winkel für eure Brennweite finden.

Im Sommer gibt es hier naturgemäß viele Mücken, bringt euch ein bisschen Schutz mit.

Spot: Burj Al Arab

Ort: Dubai/Jumeira Beach

Laufweg vom Parkplatz: unter 5 Minuten

Tageszeit: blaue Stunde

Ausrüstung: Kamera mit Normalbrennweite oder Teleobjektiv, Stativ

Dauer: 30 Minuten

Technik: Normalbelichtung, Langzeitbelichtung

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Der Burj al Arab, eines der teuersten Hotels der Welt lässt sich sehr gut vom Jumeirah Beach aus fotografieren. Es bietet sich besonders der Sonnenuntergang an. Das Hotel wird auch als „das Segel“ bezeichnet. Seine charakteristische Form wird ab Sonnenuntergang in wechselnden Beleuchtung in Szene gesetzt. Hier lässt sich auch wunderbar der Sand und das ablaufende Wasser als Vordergrund mit einbeziehen.

Da die Sonne kurz vor Sonnenuntergang sehr knapp über den Strand steht, lassen sich hier Silhouette fotografieren, ob nun vom Hotel oder Menschen.

Es gibt hier direkt an der Strandpromenade Parkplätze, daher gut für eine schnelle Aufnahme zum Sonnenuntergang.

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Spot: Calton Hill

Ort: Schottland Edinburgh

Laufweg vom Parkplatz: unter 30 Minuten

Tageszeit: blaue Stunde, Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Verlaufsfilter

Dauer: 60 Minuten

Technik: Normalbelichtung

Calton Hill bietet alles was an so als Fotograf braucht. Vordergründe, Mittelgründe und über den Hintergrund braucht man mitten in Edinburgh nicht zu sprechen. Der Sonnenuntergang im Juli war über 2 Stunden lang und so konnten wir uns hier austoben. Parkplätze da unten sind rar, plant daher besser etwas mehr Zeit ein. Auch Mückenspray ist da wirklich unverzichtbar.

Spot: Forth Road Bridge

Ort: Westlich von Edinburgh

Laufweg vom Parkplatz: unter 20 Minuten

Tageszeit: Sonnenuntergang

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ, Verlaufsfilter

Dauer: 90 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung

Die Forth Road Bridge liegt zwischen der Forth Bridge und der Queensferry Crossing Bridge. Und das in Laufnähe. So hat man, mit den drei über den Firth of Forth führende Brücken viele Möglichkeiten seine Bilder zu Framen. Einer der bestens Spots liegt an dem kleinen Hafen direkt an der Forth Road Bridge. Auf einem der Stege hat man eine klasse Perspektive. Um rein zu kommen, haben wir den Nachtwächter einfach erklärt was wir machen wollten. Ob man immer das Glück hat, weiß ich aber nicht.

Die 3 Brücken sind Stilistisch übrigens höchst Unterschiedlich. Eine Alte Eisenbahnbrücke, eine Autobrücke älterer und eine Autobrücke neuerer Bauart.

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Spot: Backnanger Wehr

Ort: Backnang

Laufweg vom Parkplatz: unter 5 Minuten

Tageszeit: Sonnenuntergang, Blaue Stunde oder Nachts

Ausrüstung: Kamera mit Weitwinkelobjektiv, Stativ

Dauer: 15 Minuten

Technik: Langzeitbelichtung, Normalbelichtung

Für einen Wettbewerb unserer Kreiszeitung begaben wir uns auf die suche nach einem schönen Motiv im Herzen von Backnang. Der Abend war praktisch Windstill und wir fanden am alten Wehr in Backnang eine Nahezu perfekte Spiegelung.

Am Ende hatten wir sogar noch das nötige Glück und es hat gereicht und den mit 50 Euro Hochdotierten Preis zu gewinnen. Juhu! Nie wieder Arbeiten!

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